Jahresbericht

Das Geschäftsjahr 2025

WWZ mit Wachstumsstrategie auf Kurs

Die WWZ-Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen operativen Ergebnis ab. Sowohl Elektrizität, Telekom als auch die übrigen Bereiche trugen zum Wachstum bei. Die Nachfrage nach Fernwärmeanschlüssen ist weiterhin hoch. Die Umstellung auf die neuen Telekom-Produkte wurde erfolgreich abgeschlossen.

Stabiles operatives Geschäftsjahr 2025

Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen der WWZ-Gruppe beträgt CHF 312,3 Mio. (Vorjahr CHF 299,4 Mio.). Zum Wachstum trugen die drei Segmente Elektrizität, Telekom und Übrige bei. Die Beschaffungskosten liegen wegen Sondereffekten des Vorjahres deutlich höher. Der Bruttoertrag beträgt CHF 168,1 Mio. Höhere Betriebs- und IT-Sicherheitskosten sowie Vorinvestitionen belasteten das Ergebnis. Der EBIT sinkt aufgrund des Wegfalls eines Sondereffekts aus dem Vorjahr von CHF 45,4 Mio. auf CHF 31,7 Mio. Der Konzerngewinn der WWZ-Gruppe beträgt CHF 35,3 Mio. (Vorjahr CHF 51,7 Mio.).

Der Umsatz im Segment Elektrizität steigt um 4 Prozent. Der Energieabsatz nimmt leicht ab, bleibt jedoch in der Grundversorgung stabil. Einmaleffekte von CHF 13,8 Mio. sowie höhere Beschaffungskosten durch den Ausfall des KKW Gösgen wirkten belastend. Das betriebliche Ergebnis beträgt CHF 14,4 Mio. 

Im Segment Telekom wächst der Nettoerlös um 6 Prozent auf CHF 77,2 Mio. Die Anzahl Services liegt leicht unter dem Vorjahr. WWZ schloss die Umstellung von rund 120'000 Produkten auf die eigenen Produkte erfolgreich ab und lanciert die Marke «Blizz». Der Transformationsaufwand belastet das Jahresergebnis. Das betriebliche Ergebnis beträgt CHF 4,8 Mio. (Vorjahr CHF 6,3 Mio.). 

Im Segment Übrige steigt der Nettoerlös auf CHF 95,6 Mio. Haupttreiber für das Umsatzwachstum war der Zubau von Fernwärme. Die Gasumsätze entwickeln sich rückläufig. Das operative Ergebnis steigt auf CHF 9,6 Mio.

Hohe Investitionen in den Fernwärmeausbau und in die Versorgungssicherheit

WWZ tätigte CHF 114 Mio. an Bruttoinvestitionen. CHF 15,4 Mio. haben Dritte mitfinanziert. Schwerpunkte sind Netzerweiterungen, die Weiterentwicklung der Wärmeverbunde, der FTTH-Ausbau sowie die Trinkwasserversorgung. In Wärme und Kälte investierte WWZ CHF 43,8 Mio. Der Ausbau Ennetsee und Circulago schreitet voran – und in Steinhausen entsteht ein neuer Verbund. In der Sparte Elektrizität investierte WWZ CHF 19,8 Mio. in den Netzausbau und -unterhalt, im Telekomgeschäft CHF 26,5 Mio. in Kooperationen und den Ausbau des FTTH-Netzes. Zudem investierte WWZ CHF 9,5 Mio. in Wasserleitungen und damit in eine sichere Trinkwasserversorgung. Der operative Geldfluss beträgt CHF 99,7 Mio. Die Investitionen werden vollständig selbst finanziert; der Free Cashflow liegt bei CHF 1,8 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 70,6 Prozent. WWZ weist eine Nettofinanzposition von CHF 52,7 Mio. aus

Geschäftsbereich Markt und Stärkung der Kundenorientierung

WWZ führt neu den Bereich Markt ein. Dieser wird zur zentralen Schnittstelle zwischen Kundinnen und Kunden, der Organisation und dem Markt. Damit stärkt WWZ Kundenorientierung, Verkauf und Wettbewerbsfähigkeit. Parallel richtet das Unternehmen den Bereich Energie klar auf neue Produkte und integrierte Energielösungen aus und wird so insgesamt kundennäher, effizienter und zukunftsfähiger.

Ausblick 2026

WWZ erwartet ein stabiles Geschäftsjahr 2026. Im Segment Elektrizität wird mit einem Ergebnis gerechnet, das aufgrund der tieferen regulatorischen Verzinsung und veränderten Berechnungsvorgaben aus dem Mantelerlass unter dem Ergebnis 2025 liegen wird. Im Telekomgeschäft hingegen wird sich das Ergebnis aufgrund der Umsetzung der Beschaffungsstrategie deutlich verbessern. Bei der Fernwärme geht WWZ ebenfalls von weiterem Wachstum aus, wobei 2026 hohe Vorleistungen für den Wärmeverbund Steinhausen anfallen. Wachstum erwartet WWZ auch bei Batteriespeicherlösungen und beim Ausbau von Photovoltaikanlagen.